» Joe - eine gute Alternative zu nano
15. Februar 2010 | Editor Konsole Werkzeuge | Adrian Kummerländer | 3 Kommentare
Viele verwenden ja zum schnellen editieren eines Textes den einfachen Editor "nano". Er ist zwar sehr einfach zu bedienen, bietet jedoch keinerlei Komfort wie z.B. Syntaxhervorhebung. Das geht zwar mit Vim oder Emacs, aber diese sind zumindest für mich einfach meist zu überladen (und auch groß im Speicher, auf dem SheevaPlug nicht unwichtig). Für die denen es auch so geht, gibt es beispielsweise "Joe". Joe ist ein kleiner und genauso einfach wie nano zu verwendender Editor, der jedoch auch Hervorhebung der Syntax bietet.
Zum Öffnen einer Datei reicht ein übliches "joe [dateiname]". Jetzt kann man ganz normal seine Änderungen vornehmen - die Datei speichern und den Editor beenden kann man mit Strg+K+X. Beenden ohne Speichern geht mit Strg+K+Q. Eine Übersicht über alle Tastenkombinationen bekommt man mit Strg+K+H. Hier kann man nun mit Esc+. oder Esc+, blättern. Joe bietet, wie man dort sieht, troz seiner geringen Größe sehr viel, z.B:
- Suchen und Ersetzen über mehrere Dateien
- Mehrere Unterfenster
- Makros aufnehmen und abspielen
- Unbegrenztes Rückgängig und Wiederholen
- Lesezeichen
Das sind nur einige der vielen Funktionen von Joe, eine komplette Liste gibts hier.
Ein neues Fenster erstellt man mit Strg+K+O. Dieses Fenster enthält jetzt die gleiche Datei wie das “gespaltene” Fenster. Mit Strg+K+E kann man eine andere Datei laden, die Fenster wechselt man mit Strg+K+P. Mit Strg+C schließt man das aktuelle Fenster wieder. Vergrößern bzw. verkleinern kann man sie mit Strg+K+G bzw. Strg+K+T.
Noch zu bemerken ist auch, dass Joe UTF-8 unterstützt und man somit alle im UTF-8 Zeichensatz enthaltenen Zeichen verwenden kann. Auch als Hex-Editor ist Joe zu gebrauchen.
Wie man sieht ist Joe ein sehr vielseitiger und dennoch sehr kleiner Editor. Es lohnt sich wirklich ihn einmal auszuprobieren. Unter ArchLinux installiert man ihn mit “pacman -S joe”, unter Debian und Derivaten mit “apt-get install joe”.


Kommentare:
Danke für den nützlichen Hinweis!
lg
Sebastian
“Er ist zwar sehr einfach zu bedienen, bietet jedoch keinerlei Komfort wie z.B. Syntaxhervorhebung.” – stimmt nicht (POC: http://wiki.linuxhelp.net/index.php/NanoSyntaxHighlighting)
Danke, dass war mir neu :)
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